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Willkommen bei Fundación Esperanza

Mission:

Mit dem Ziel, die Bedürfnisse der finanziell, körperlich, und geistig benachteiligten Kinder, sowie Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu befriedigen und ihnen zu ermöglichen Selbstständigkeit und soziale Integration zu erreichen, bieten wir folgendes an:
ERZIEHUNG, MEDIZINISCHE VERSORGUNG, SPIRITUELLE ERZIEHUNG, REHABILITATION, SPRACHTHERAPIE

Geschichte:

1979 (Internationales Jahr der Personen mit Behinderungen) berichtete eine im Auftrag des Instituts für Kind und Familie durchgeführte Studie, dass 12 % der Ecuadorianischen Bevölkerung an einer geistigen, emotionalen oder körperlichen Behinderung leiden. Diese 12 % sind bedeutend höher, als der von der Weltgesundheitsorganisation im selben Jahr dargelegte weltweite Durchschnitt von 10 %. Aufgrund der hohen Geburtenrate und der schlechten wirtschaftlichen Situation in Ecuador steht die Fürsorge um diese benachteiligte Bevölkerungsschicht allerdings nicht an erster Stelle. Derzeit gibt es nur 40 speziell darauf ausgerichtete Schulen und Rehabilitationseinrichtungen in Ecuador. Diese Schulen können aber nur weniger als 1 % der Gesamtzahl an Personen mit speziellen Pflegebedürfnissen abdecken.

Im Zusammenhang mit diesen alarmierenden Tatsachen steht die noch viel tragischere Realität. Eine gute Ausbildung wird den körperlich behinderten Kindern mit normaler Inteligenz fortwährend nicht ermöglicht. Zum einen aufgrund der schlechten Zugänglichkeit der Schulen, zum anderen aufgrund des Unwissens über die intellektuellen Fähigkeiten dieser Kinder. Als Ergebnis der abnehmenden Aufmerksamkeit bleibt die Mehrheit dieser Kinder ohne schulische Ausbildung, ohne Zuwendung, abhängig und gefangen in den Heimen ihrer Familien.

Diese schockierenden Statistiken führten 1983 zur Ausarbeitung eines einwöchigen Programms für Kinder mit Behinderungen. Dieses von Missionaren betreute Projekt war das erste seiner Art in Ecuador. Obwohl die Mehrheit der Mitarbeiter schon früher Erfahrung in der Arbeit mit behinderten Kindern gesammelt hatte, gab es für alle die Voraussetzung an einem zweitägigen Intensivkurs über die Ziele dieses Projekts und die Art der Arbeit teilzunehmen.

Das Pilotprojekt wurde mit 17 Kindern, im Alter von 6 bis 16 Jahren, durchgeführt, welche verschiedene Behinderungen hatten: Muskuläre Dystrophie, Blindheit, Gehirn- und andere Lähmungserscheinungen. Das Ziel dieses Projekts war, sowohl den physischen, als auch den geistigen Bereich des Kindes auszurichten, ihnen Erfahrungen zu geben, welche das soziale, körperliche, emotionale und geistige Wachstum fördern würden. Das Programm bestand aus Schwimmen, Basteln, Sportspielen, Bibelerzählungen, Singen und Gruppenarbeit. Die Unternehmungen wurden individuell abgestimmt für jedes Kind, so dass jedes trotz seiner Behinderung daran teilnehmen konnte.

Seit des Zustandekommens des ersten Projekts hatte die Stiftung das Glück noch zwei weitere hinzufügen zu können. Eines für Jugendliche von 13 –17 Jahren und eines für junge Erwachsene von 18 – 30. Insgesamt werden in der “Fundación Esperanza” 146 Personen mit körperlichen Behinderungen betreut, von denen die meisten aus sehr armen Familien kommen und noch nie zuvor Erfahrungen im Leben ausserhalb ihres eigenen Zuhauses gemacht hatten.

Die erfolgreiche Durchführung des Projekts brachte auch die Möglichkeit der Realisierung einer billigen und ganzjährigen Betreuung für behinderte Kinder. Dies wiederum war eine Ursache für die Gründung des Zentrums “Fundación Esperanza”, welches medizinische, erzieherische, rehabilitative, spirituelle und sprachtherapeutische Betreuung für die Mitglieder bietet. Desweiteren beinhaltet dieses Programm auch regelmäßige Hausbesuche, Familienbetreuung und eine Tagesstätte für Kinder von 0 – 12 Jahren.

1990 wurde diese Stiftung von der ecuadorianischen Regierung als legale, uneigennützige, wohltätige und evangelische Stiftung anerkannt.

Mit diesem Status ausgestattet, war es nun möglich mit internationalen Organisationen zusammenzuarbeiten und Spenden zu erhalten, ohne dafür Steuern zahlen zu müssen. Außerdem ermöglicht es der Stiftung freiwillige Mitarbeiter (Volontäre) einzustellen, die in den verschiedenen Programmen der “Fundación Esperanza” mithelfen und an Projekten teilnehmen, die durch die ecuadorianische Regierung unterstützt werden.

Die Mehrheit der Familien, welche die Dienste der Stiftung in Anspruch nehmen, leben in Armut und können das Programm auch nicht durch kleine Beiträge unterstützen. Deshalb kommt der Großteil der zur Verfügung stehenden Geldmittel aus Spenden verschiedener Organisationen, Kirchen und Einzelpersonen.

Es war schon immer eines der Ziele der Stiftung eine Vielfalt von dringend benötigten Diensten anzubieten, die Personen mit Behinderungen helfen in ihre Familien, die Gesellschaft und das Arbeitsleben integriert zu werden.